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Das sind die 10 besten Allradautos

4. Dezember 2023

Lesedauer: Minuten

Das sind die 10 besten Allradautos

Andreas Faust

Andreas Faust

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Ohne Allrad geht es kaum: In der Schweiz liegt der Anteil von 4×4-Fahrzeugen an allen Neuwagen bei fast der Hälfte (2021: 48 Prozent). In jeder Klasse und jeder Preisliga gibt es heutzutage Modelle mit Allradantrieb.

BMW 5er 530e xDrive

Trotz des Booms luxuriöser SUVs sind Limousinen der Oberklasse bis heute die ultimative Wahl, wenn es einerseits um Business, andererseits um Familie geht. Neben Audis A6 und der Mercedes E-Klasse dominiert der 2020 geliftete 5er BMW das Segment. Zeitgemäss mit weniger Abgas und passend zum Edelaroma ist der teilelektrisch leise BMW mit Plug-in-Hybridantrieb.

Der 530e xDrive als kleinerer der beiden 5er-Plug-ins bietet mit vollem Akku bis zu 55 Kilometer E-Reichweite. Ansonsten sind die Qualitäten der Limousine (auch der Touring genannte Kombi ist zu haben) altbekannt: Der 5er ist fahraktiv, ohne deshalb jemals seinen Komfort zu verlieren, und punktet mit top Vernetzung und fortschrittlicher Assistenz. Nur ist der Preis klassentypisch stolz. Ebenfalls kennzeichnend für die Oberklasse: Viele edle Optionen warten darauf, gegen Aufpreis an Bord des 4,96 Meter langen 5ers zu kommen.

  • Preis ab CHF 75’400.-
  • Antrieb: Benzin/Plug-in-Hybrid, 215 kW/292 PS
  • Kofferraum: 410 l
  • Verbrauch: 1,6 l + 17,4 kWh/100 km (entspricht 3,5 l/100 km Benzin)
  • CO2-Ausstoss: 36 g/km
  • Effizienzklasse A
  • Gesamtemissionen (bei 200’000 km): ca. 40,2 t CO2,
  • Kosten/Jahr (bei 15’000 km): ca. CHF 14’417.-

Dacia Duster Blue dCi 4WD

Keine Liste mit Allradfahrzeugen wäre komplett ohne den Dacia Duster. Die zweite Auflage des rumänischen Budgetmobils zählt traditionell zu den günstigsten Allradautos überhaupt, lediglich der Fiat Panda Cross und der Suzuki Ignis schlagen den preisgünstigen Allrounder. Das heisst jedoch nicht, dass der Duster sich billig fahren würde. Einzige Ausnahme: Die Allradvariante gibt es weder für Geld noch gute Worte mit Automatikgetriebe – wer Automat will, muss den Frontantriebs-Benziner nehmen.

Als verbrauchsarme und auch schaltfaulere Wahl beim 4×4 empfiehlt sich der 1,5-Liter-Dieselmotor im 4,34 Meter langen Duster, zumal der 4×4-Diesel hier für einmal nicht teurer ist als der 4×4-Benziner. Zwar neigt der Diesel ein wenig zum Nageln und es ist viel Hartplastik verbaut, aber Platzangebot, Bedienung oder auch gute Rundumsicht gefallen: Der Duster fährt viel besser, als man ihm zu dem Tarif zutraut.

  • Preis ab CHF 23’990.-
  • Antrieb: Diesel, 84 kW/114 PS
  • Kofferraum: 467 – 1’614 l
  • Verbrauch: 5,4 l/100 km Diesel (entspricht 6,2 l/100 km Benzin)
  • CO2-Ausstoss: 154 g/km
  • Effizienzklasse C
  • Gesamtemissionen (bei 200’000 km): ca. 52,4 t CO2
  • Kosten/Jahr (bei 15’000 km): ca. CHF 8’075.-

Genesis GV60 Sport AWD Dual Motor

Nachdem die Hyundai-Luxusmarke Genesis mit «normalen» Antrieben in Europa gestartet ist, folgen nun in sehr schneller Folge vollelektrische Varianten als interessante Alternative zu anderen Edel-Stromern. Für Europa besonders passend erscheint der SUV-artig gestylte GV60 mit 4,52 Meter Länge. Der 77,4 kWh grosse Akku reicht für 470 Kilometer, dank hoher Spannung von 800 Volt und der Ladeleistung von 350 kW geht das «Tanken» von zehn auf 80 Akkuprozente in 18 Minuten.

Wer Allradantrieb und nochmals mehr Power möchte, kann auch zum Sport Plus mit 360 kW/490 PS greifen. Doch auch der Sport mit 234 kW/318 PS saust bereits in 5,5 Sekunden auf 100 km/h. Gegen Mehrpreis lässt sich die umfangreiche Ausstattung des ausgewogen-dynamisch gefederten, technisch eng mit dem Hyundai Ioniq 5 verwandten GV60 etwa um Kameras ergänzen, die die normalen Aussenspiegel ersetzen.

  • Preis ab CHF 60’700.-
  • Antrieb: Elektro, 234 kW/318 PS
  • Kofferraum: 432 – 1’550 l
  • Verbrauch: 18,8 kWh/100 km (entspricht 2,1 l/100 km Benzin)
  • CO2-Ausstoss: 0 g/km
  • Effizienzklasse A
  • Gesamtemissionen (bei 200’000 km): ca. 34,1 t CO2
  • Kosten/Jahr (bei 15’000 km): k.A.

Kia Sportage 1.6 CRDi MHEV 4x4

Mit dem erneuerten Sportage zieht bei diesem Kompakt-SUV von Kia das Elektro-Zeitalter ein. Zwar gibt es den eng mit dem beliebten Tucson von Hyundai verwandten Sportage (noch) nicht voll-, aber zukünftig ausschliesslich teilelektrisch (als Plug-in-, Voll- oder Mildhybrid). Eine interessante Variante des 4,52 Meter langen Allround-Allradlers ist dabei die eher seltene Kombination als Mildhybrid-Diesel, der im Vergleich zu den Benzinhybriden ohne Stecker tiefere Verbrauchswerte verspricht.

Innen nimmt der Sportage den Kia EV6 zum Vorbild und bietet mit zwei 12,3-Zoll-Screens aus dem EV6 eine enorme Monitorfläche oder nutzt auch dessen Automat-Wahlschalter. Und hat wie andere Hyundais und Kias eines der pfiffigsten Details: Blinkt man oder schlägt der Totwinkel-Warner an, zeigt das Cockpit ein Kamerabild der entsprechenden Seite – so sieht man zum Beispiel auch Velos im toten Winkel.

  • Preis ab CHF 41’650.-
  • Antrieb: Diesel/Mildhybrid, 100 kW/136 PS
  • Kofferraum: 562 – 1’715 l
  • Verbrauch: 5,9 l/100 km Diesel (entspricht 6,7 l/100 km Benzin)
  • CO2-Ausstoss: 154 g/km
  • Effizienzklasse C
  • Gesamtemissionen (bei 200’000 km): ca. 57,4 t CO2
  • Kosten/Jahr (bei 15’000 km): ca. CHF 11’181.-

Mercedes EQB 300 4Matic

Sind die kleinen Mercedes-SUVs GLA und EQA quasi die stylische A-Klasse auf Stelzen, sind der Mercedes GLB und dessen Elektroversion EQB die B-Klasse im SUV-Style. Der EQB darf unter den Strommobilen als ein Nachfolger der klassischen Familienvans gelten. Auf 4,68 Meter Länge bringt der EQB drei Sitzreihen und damit bis zu sieben Insassen unter oder richtig massig Gepäck.

Immer wieder ein Staunen wert ist an Bord dann zudem das pfiffig-futuristische Bediensystem «MBUX» mit der «Hey, Mercedes!»-Sprachsteuerung. Der 66,5 kWh grosse Akku bringt es laut WLTP auf im Alltag ausreichende 423 Kilometer Reichweite. Mit bis zu 100 kW Ladeleistung zieht der EQB bei Bedarf in gut einer halben Stunde von zehn bis auf 80 Prozent Akkuladestand Strom. Wir empfehlen den EQB 300 4Matic. Der EQB 350 4Matic mit 215 kW/292 PS kostet bei gleicher Reichweite CHF 2’000.- mehr.

  • Preis ab CHF 62’500.-
  • Antrieb: Elektro, 168 kW/228 PS
  • Kofferraum: 495 – 1’710 l
  • Verbrauch: 21,0 kWh/100 km (entspricht 2,3 l/100 km Benzin)
  • CO2-Ausstoss: 0 g/km
  • Effizienzklasse A
  • Gesamtemissionen (bei 200’000 km): k.A.
  • Kosten/Jahr (bei 15’000 km): k.A.

Peugeot 508 SW PSE

Beim nicht nur optisch ansprechenden neuen Mittelklasse-Modell 508 als Limousine oder Kombi (SW) lieferte Peugeot bislang nur Frontantrieb. Mit dem PSE – für «Peugeot Sport Engineered» – ist nun eine Sportvariante zu haben, die dank des E-Motors hinten 4×4 bietet und vor allem Power – bei zugleich tiefen Verbrauchswerten. Der Plug-in-Hybrid saust in 5,2 Sekunden auf 100 Sachen und wird 250 km/h schnell. Dennoch kann der im Kombi-Land Schweiz populärere 4,79 Meter lange Kombi 508 SW als PSE rund 42 Kilometer weit rein elektrisch zurücklegen.

Die Serienausstattung des PSE ist üppig. Typisch Peugeot sind auch das bei aller Kraft französisch komfortable Fahrgefühl und das Cockpit: Man blickt über statt durch das im Vergleich kleine Lenkrad auf die Instrumente. Das passt arg grossen Fahrerinnen und Fahrern nicht immer perfekt, lässt den 508 aber stets sehr handlich wirken.

  • Preis ab CHF 71’450.-
  • Antrieb: Benzin/Plug-in-Hybrid, 265 kW/360 PS
  • Kofferraum: 530 – 1’780 l
  • Verbrauch: 2,1 l + 21,2 kWh/100 km (entspricht 4,4 l/100 km Benzin)
  • CO2-Ausstoss: 47 g/km
  • Effizienzklasse B
  • Gesamtemissionen (bei 200’000 km): k.A.
  • Kosten/Jahr (bei 15’000 km): k.A.

Skoda Enyaq iV 80x

Das, nach dem kleinen Elektro-Citigo, nächste «richtige» (also eigens für Elektro entwickelte) Strommobil der Volkswagen-Tochter Skoda wirkt auf den ersten Blick wie ein SUV – und fühlt sich durch die leicht erhöhte Sitzposition auch etwas so an. Allerdings ist der Enyaq in Tat und Wahrheit eher ein Mittelklasse-Kombi im trendigen SUV-Kleid. Jedenfalls ist das Raumangebot auch durch den E-Antrieb enorm und der Fahrkomfort ausgezeichnet. Der 4,65 Meter lange Enyaq ist so etwas wie der Octavia Combi im Familien-E-SUV-Format.

Der Fünfplätzer besticht mit sehr hochwertiger Machart rund um das teils etwas umständlich zu bedienende Volkswagen-Konzern-Infotainment. Die Allradversion trägt das Kürzel iV80x und ist nur mit dem grössten Akku (77 kWh) und der höchsten Leistung zu haben. Zwar kostet 4×4 ein paar Kilometer Reichweite gegenüber Heckantrieb, aber 460 Kilometer sind genug.

  • Preis ab CHF 53’310.-
  • Antrieb: Elektro, 195 kW/265 PS
  • Kofferraum: 585 – 1’710 l
  • Verbrauch: 23,2 kWh/100 km (entspricht 2,6 l/100 km Benzin)
  • CO2-Ausstoss: 0 g/km
  • Effizienzklasse A
  • Gesamtemissionen (bei 200’000 km): ca. 36,3 t CO2
  • Kosten/Jahr (bei 15’000 km): ca. CHF 10’997.-

Suzuki S-Cross 1.5 Full-Hybrid Allgrip

Fast beiläufig ist bei Suzuki der S-Cross erneuert worden: Das frühere «SX4» im Namen entfällt ebenso wie die rundlichen Formen. Der im Kern noch eng mit dem Vorgänger verwandte Cross tritt nun deutlich wuchtiger auf und ist vom Crossover zum «echten» SUV gereift. Als betont budgetfreundlicher Familientyp oberhalb des etwas kleineren Suzuki Vitara setzt der 4,30 Meter lange S-Cross zwar nicht so sehr auf Style und XL-Touchscreens. Doch er bietet eben lieber viel Platz und praxisfreundliche Lösungen: Viele Knöpfe mögen zwar ein wenig angestaubt wirken, sind aber dafür sehr alltagsgerecht.

Wahlweise gibt es den S-Cross als Mildhybrid mit Handschaltung oder Vollhybrid mit Automat, stets mit Allradantrieb. Unser Tipp ist, wegen des niedrigen Verbrauchs und des automatisierten Getriebes, der Vollhybrid. Der auf den ersten Blick hohe Grundpreis relativiert sich durch eine umfangreiche Ausstattung.

  • Preis ab CHF 34’490.-
  • Antrieb: Benzin/Vollhybrid, 85 kW/116 PS
  • Kofferraum: 430 – 1’230 l
  • Verbrauch: 5,8 l/100 km
  • CO2-Ausstoss: 131 g/km
  • Effizienzklasse B
  • Gesamtemissionen (bei 200’000 km): k.A.
  • Kosten/Jahr (bei 15’000 km): k.A.

Toyota Yaris Cross 1.5 Hybrid AWD-i

In der Liga der kleinen sogenannten «City-SUVs» suchen Kundinnen und Kunden meist vergeblich nach Allradantrieb. Es gibt jedoch Ausnahmen – wie etwa den SUV-Ableger des sehr erfolgreichen neuen Toyota Yaris. Zudem kombiniert der neue Toyota Yaris Cross den Allradantrieb mit Vollhybrid-Technologie samt stufenlosem Automat. Also deckt er gleich vier gefragte Segmente ab: 4×4, Hybrid, Automat und City-SUV.

Der Cross (alternativ als Frontantriebs-Benziner oder -Hybrid zu haben) fällt auch mit seinen Details auf. Ungewöhnlich ist in dieser Preisklasse beispielsweise ein derart grosses und farbiges Head-up-Display. Gedacht ist der Cross eher als Zweitwagen für Familien oder Erstwagen für Paare, denn zwecks der parkierfreundlichen Kürze (4,17 Meter Länge) ist das Raumangebot im Fond zwar gut, aber nicht überragend.

  • Preis ab CHF 31’400.-
  • Antrieb: Benzin/Vollhybrid, 85 kW/116 PS
  • Kofferraum: 320 – 1’097 l
  • Verbrauch: 4,7 l/100 km
  • CO2-Ausstoss: 106 g/km
  • Effizienzklasse A
  • Gesamtemissionen (bei 200’000 km): k.A.
  • Kosten/Jahr (bei 15’000 km): k.A.

VW Tiguan R 4Motion

Seit Jahren zählt der VW Tiguan zu den Schweizer Bestsellern unter den Familien-SUVs. Erstaunlich oft fällt die Wahl in der Schweiz dabei auf die Rakete unter den Tiguans, den erstmals in einem Tiguan angebotenen R – unter der Woche ein ausgewogener Familientyp, bei Bedarf ein echter Sportler wie der Golf R. In nur 4,9 Sekunden geht es auf 100, danach weiter bis auf 250 km/h. Dennoch bleibt der Tiguan im Kern ein überaus variabler und hoch geräumiger SUV, der auch in Sachen Federung ganz zurückhaltend sein kann: Die richtige Wahl, wenn es Power sein soll.

Der 4,49 Meter lange Tiguan trägt als R wuchtige 21-Zoll-Felgen und ist nicht als längerer Tiguan Allspace lieferbar. Er bietet eine breite Palette an ausgereiften Assistenzsystemen inklusive digitalen Instrumenten bis hin zum teilautonomen Fahren. Trotzdem gut: Wichtiges wie die Klimaanlage wird hier noch analog bedient.

  • Preis ab CHF 71’800.-
  • Antrieb: Benzin, 235 kW/320 PS
  • Kofferraum: 615 – 1’655 l
  • Verbrauch: 10,3 l/100 km
  • CO2-Ausstoss: 234 g/km
  • Effizienzklasse G
  • Gesamtemissionen (bei 200’000 km): ca. 78,3 t CO2
  • Kosten/Jahr (bei 15’000 km): ca. CHF 15’734.-
Andreas Faust

Andreas Faust

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