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Porsche Taycan 4S – E-Sports

2. November 2022

Lesedauer: Minuten

Porsche Taycan 4S – E-Sports

Michael Lusk

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Mit dem Taycan macht jetzt auch Porsche den Schritt ins Elektro-Zeitalter. Dennoch ist die viertürige Limousine mehr Sportler denn Stromer.

Der Porsche Taycan 4S in Zahlen:

  • Motor: Permanenterregte Synchronmaschine, 79,2 KWh mit 530 PS/640 Nm
  • Antrieb: Allradantrieb
  • Getriebe: 2-Gang-Automatik
  • Fahrleistungen: 0-100 km/h 4,0 s, Spitze 250 km/h
  • Masse: 4 963 × 1 966 × 1 379 mm, Gewicht 2 215 kg, Kofferraum 81 Liter (vorne), 407 Liter (hinten)
  • Verbrauch/Reichweite: Werk 24,6 kWh/100 km (333-407 km Reichweite)
  • Testwagenpreis: 169 260 Franken
  • Basispreis: ab 135 700 Franken
  • Konkurrenten: Tesla Model S, Mercedes-Benz EQC, Audi E-Tron
  • Stand: 07.10.2020

Wem der Porsche Taycan gefällt

Der Porsche Taycan ist das richtige Auto für alle, die rein elektrisch fahren wollen, aber nicht nur geradeaus, sondern auch auf kurvigen Strecken gerne sportlich unterwegs sind.

Emotionen statt Emissionen

Bei den meisten Elektroautos stehen die Umwelt und die Kosten im Mittelpunkt. Lokal emissionslos sollen sie fahren und gleichzeitig weniger Kosten pro Kilometer verursachen. Bei Porsche ist das anders: Der Taycan kann das zwar auch, ist aber im Grunde seiner Seele eine Sportlimousine – einfach elektrisch statt klassisch mit Benzin. Zwei permanent erregte Synchronmaschinen sorgen für Vortrieb. Und wie: 530 PS leistet der Taycan schon in der Basis, das reicht für 4,0 Sekunden für 0 bis Tempo 100. Schluss ist erst bei 250 km/h.

Lautloser Kurvenflitzer

Dass Elektroautos an der Ampel schnell sind, hat sich herumgesprochen. Der Taycan fühlt sich aber auch und gerade in Kurven richtig wohl. Sein Leergewicht von über 2,2 Tonnen ist nicht zu spüren. Der Schwerpunkt ist auch aufgrund der im Unterboden verbauten Batterien sehr tief, dank Hinterradlenkung fühlt er sich in Kurven deutlich kompakter an. Ein Novum für Elektroautos ist die 2-Gang-Automatik. Diese sorgt dafür, dass der Taycan auf der Autobahn beispielsweise auch jenseits der 100 km/h noch kraftvoll beschleunigt. Die Bremsen sind standfest, trotzdem bleibt er mit 2,2 Tonnen ein schweres Auto.

Schnittige Optik

Schon im Stand ist der Taycan klar als Porsche zu erkennen, obschon er sich recht deutlich vom Elfer oder Panamera unterscheidet. Seine Grösse sieht man ihm auf den ersten Blick nicht an, zudem ist er mit einem CW-Wert von 0,22 äusserst windschnittig. Auch im Interieur ist der Taycan ganz klar ein Porsche. Das Cockpit ist komplett digital, zudem hat er das markentypische Drehrad am Lenkrad, mit dem man verschiedene Fahrmodi auswählen kann. Ein weiterer Pluspunkt: Weil die Batterien im Unterboden verbaut sind, hat der Taycan zwei Kofferräume mit insgesamt fast 500 Liter Ladevolumen.

Einzigartiger Sound

In der schärfsten Stufe «Sport Plus» reagiert der Taycan nicht nur direkter auf Gaspedalbefehle und kauert noch tiefer über dem Asphalt. Der Stromer legt dann seine akustische Zurückhaltung ab und produziert einen futuristischen Sound, der ein bisschen an Darth Vader oder Star Wars erinnert. Auf jeden Fall beschert er dem Fahrer ein Grinsen im Gesicht. Schliesslich war der Erwerb des Taycan 4S nicht billig. Mindestens 135 700 Franken wechseln zum Händler, in unserem Fall waren es mit einigen Optionen sogar 169 260 Franken.

Was uns weniger gefällt

In der Ebene und bergauf top, lässt sich das hohe Leergewicht gerade bergab und beim Bremsen nicht ganz kaschieren. Zudem ist er mit einigen Optionen wie unser Testwagen sehr teuer.

Was uns besonders gefällt

Der Taycan ist und bleibt ein Porsche, bietet noch mehr Fahrspass als sein Bruder Panamera. Er sieht zudem frischer und schnittiger aus und ist erst noch effizienter und ökologischer unterwegs.

Michael Lusk

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