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Das sind die Elektroautos von Mercedes-Benz für 2023

18. Dezember 2022

Lesedauer: Minuten

Das sind die Elektroautos von Mercedes-Benz für 2023

Martin A. Bartholdi

Martin A. Bartholdi

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Mercedes-Benz schreibt das ABC der Elektromobilität. Von A wie Anfänger bis zu V wie Voluminös gibts City-SUV, Familien-SUV, Limousine und Kleinbus. Alle natürlich mit jenem luxuriösem Flair, das Kunden von Mercedes-Benz erwarten.

Mercedes-Benz EQA

Bei Mercedes-Benz startet die Elektromobilität mit einem beliebten City-SUV. Innerhalb des sowieso boomenden SUV-Segments sind die hochformatigen City-Flitzer nochmals eine Stufe gefragter. Für den EQA hat die Stern-Marke den erfolgreichen GA, den es sonst auch mit Benzinern und Dieselantrieben gibt, mit Elektromotor und Akku ausgerüstet. Seine Vorteile lebt auch der EQA voll und ganz aus: Die Passagiere sitzen höher und geniessen mehr Übersicht. Der GLA ist wegen seiner kompakten Abmessungen der handlichste Stromer im Mercedes-Benz-Programm. So flitzt der 4,46 Meter lange EQA nicht nur flink durch die Gassen, sondern lässt sich mit 1,83 Meter Breite auch problemlos in engen Parkhäusern und Tiefgaragen parkieren. Das Platzangebot ist nicht opulent, aber alltagsgerecht und passt für Pärchen und Kleinfamilien perfekt als Erst- und für grössere Familien als Zweitauto. Mit um die 430 Kilometer Reichweite und bis zu 100 kW Ladeleistung können wir im Lifestyle-Stromer auch mal in anderen Citys glänzen. Auf Wunsch gibt’s je nach Version Allrad für einen Abstecher in die Berge.

  • Kompakte Grösse für die Stadt
  • Für Familien und Pärchen geeignet
  • Trendiger City-SUV mit schnittigem Design
  • Ordentliche Reichweite für die Grösse
  • Wahl zwischen Front- und Allradantrieb

Mercedes-Benz EQB

Das Wichtigste vorweg: Wenn Mercedes aus dem GLB mit Elektromotor und Batterie den EQB macht, kostet das nicht die dritte Sitzreihe. Sprich: Auch die elektrische Version des Kompakt-SUV bleibt ein Raumwunder mit bis zu sieben Sitzen. Das macht den EQB zum ersten halbwegs erschwinglichen Familien-Stromer. Mit mindestens 62’500 Franken nimmt er zwar viel Platz im Budget ein, andererseits ist er halb so teuer wie der einzige andere elektrische Siebensitzer, das Tesla Model X. Ausserdem folgt später eine günstigere Einstiegsversion mit Front- statt Allradantrieb. Abgesehen vom Antrieb und dem geschlossenen Kühlergrill übernimmt der EQB die Technik und das Aussehen seines Bruders GLB. So hat auch der Familien-Stromer eine klassisch-kantige Form für optimale Raumausnutzung im Innern. Dass die hinteren zwei Notsitze nur bis zu einer Grösse von 1,60 Meter ausgelegt sind, kennt man von anderen Siebenplätzern ebenso wie das in diesem Fall nur minimale Ladevolumen. Aber sonst lädt der EQB zwischen 495 und 1’710 Litern auf überschaubarer Länge von 4,68 Metern. Bis zu 423 Kilometer schafft der EQB mit einer Akku-Ladung und lädt mit 100 kW in 32 Minuten auf 80 Prozent.

  • Bis zu sieben Sitze
  • Sehr geräumig mit grossem Ladevolumen
  • Praktischer Stromer für die ganze Familie
  • Klassische Geländewagenform
  • Wahl zwischen Front- und Allradantrieb

Mercedes-Benz EQC

Gleiches Konzept, eine Stufe grösser: Man nehme einen beliebten SUV, ersetze den Verbrennungsmotor durch E-Maschine sowie Akkupaket und kleide ihn mit neuen Design-Details. So wurde aus dem Mercedes-Bestseller GLC auch der erste Sternen-Stromer namens EQC. Mit 4,76 Meter Aussenlänge verfügt der Elektro-Pionier über vergleichsweise knappe Platzverhältnissen. Aber er zeigt aus dem Stand, welche Möglichkeiten im Antrieb der Zukunft stecken – eben ein echter Vorreiter. Mit 408 PS (300 kW) demonstriert er Stärke, das unmittelbar einsetzende Drehmoment macht beim Spurt selbst grosse V8-Motoren vergessen und der in der Schweiz so wichtige Allradantrieb ist Serie. Hinzu kommen der Fahrkomfort der Sternen-Klasse und wenig Fahrgeräusche – nichts funkt dem Soundsystem dazwischen. Um die nötigen Ladestopps kümmert sich das Navigationssystem, dass anhand von Route, Wetter und Fahrstil permanent nach der optimalen Ladestrategie sucht. Der erste Halt an der Ladesäule ist nach maximal 419 Kilometern fällig. Geladen wird dann mit bis zu 110 Kilowatt, womit der Akku innert 40 Minuten wieder auf 80 Prozent Kapazität erstarkt.

  • Stärkster Elektro-SUV von Mercedes
  • vermittelt Pionier-Gefühl
  • toller, geschmeidiger und ruhiger Fahrkomfort
  • variantenreiche Bedienung inklusive Sprachassistent
  • serienmässig mit Allradantrieb

Mercedes-Benz EQE

Ohne Limousine geht’s bei der Muttermarke des Automobils natürlich auch in der Elektromobilität nicht. Und weil der Ruf der Marke sich vor allem auf ihren Reise- und Businessgleitern gründet, dekliniert sie die Modellreihen auch fürs Elektro-Zeitalter durch. Dabei trägt der EQE zwar das E der E-Klasse im Rahmen – hat mit jener und ihrer Verbrenner-Plattform aber nichts gemein. Die Technik liefert der grössere EQS, das Design die Natur: Seine aerodynamisch optimale Form schaute Mercedes-Benz beim Pinguin ab. Das senkt den Luftwiderstand und holt dank vielen strömungsgünstigeren Details einige Kilometer an Reichweite heraus. Bis zu 660 Kilometer schafft der EQE laut Mercedes-Benz mit einer Akku-Ladung in der Version mit der grössten Batterie. Noch hat der 4,95 Meter lange Sternen-Gleiter zudem keine Konkurrenten. Andere E-Limousinen spielen in anderen Segmenten. So kann der heck- oder allradgetriebene EQE in der Businessklasse derzeit einen Vorsprung herausfahren. Da er mehr auf Fahrspass abgestimmt ist als das Flaggschiff EQS, dürfte ihm das locker gelingen.

  • Einzige Elektro-Limousine in der Business-Klasse
  • Über 600 Kilometer Reichweite
  • Direktes und flottes Ansprechverhalten für mehr Fahrspass
  • XXL-Hyperscreen im Cockpit
  • AMG-Versionen und Allrad folgen

Mercedes-Benz EQS

Der EQS ist nicht einfach nur eine elektrische S-Klasse, sondern das neue Mercedes-Benz-Flaggschiff! Diesem Status macht der 5,22 Meter lange Luxusgleiter der Superlative alle Ehre: geringster Luftwiderstand eines Serienautos aller Zeiten, gigantischer Touchscreen fürs Infotainment und mit bis zu 782 Kilometern die grösste Reichweite aller seit seiner Lancierung erhältlichen Stromer. Als erstes Elektroauto von Mercedes wurde der EQS gleich von Beginn an als reiner Stromer entwickelt und dient als Plattform für weitere Limousinen und SUVs. An Luxus lässt es der EQS dennoch an nichts fehlen. Komfort lautet die Devise für die Abstimmung. Der Luxus-Stromer scheint wie schwerelos und flüsterleise über die Strasse zu schweben. Dabei ist dieser Stromer weniger zum selber fahren gemacht, sondern um sich fahren zu lassen – wie eine echte S-Klasse. Im Fond lassen sich auch die 15 Minuten Wartezeit aushalten, bis mit einer Ladeleistung von maximal 200 Kilowatt wieder 300 Kilometer Reichweite geladen sind. Wer doch selber ans Lenkrad greifen will, wird vom 292 PS starken Hecktriebler bis zur AMG-Allrad-Version mit 658 PS nicht enttäuscht.

  • Je nach Ausstattung fast 800 Kilometer Reichweite
  • Typischer S-Klasse-Luxus – einfach elektrisch
  • Hightech bei Unterhaltung und Assistenten
  • Vorbereitet auf autonomes Fahren auf Level 3, wenn die Gesetze es erlauben
  • Breite Palette von Heck- und Allradantrieb sowie AMG-Sportversion

Mercedes-Benz EQV

Mit dem EQV hat Mercedes auch seine V-Klasse unter Strom gesetzt. 2020 startete der Kleinbus-Stromer mit ähnlicher Technik wie der EQC. Sprich: Auch beim EQV handelt es sich um eine umgerüstete V-Klasse und nicht um ein komplett eigenständig entwickeltes Elektroauto. Das spart Kosten für die preissensible Nutzfahrzeug-Kundschaft und auch für Familien, für deren Platzbedarf solch ein Transporter eine prima Van-Alternative darstellt. Deshalb hat Mercedes-Benz die Variabilität der V-Klasse nicht dem Elektroantrieb geopfert. Der 100 Kilowattstunden grosse Akku für bis zu 378 Kilometer Reichweite befindet sich im Unterboden und tangiert den Innenraum nicht. So gibt’s weiterhin durchgehende Schienen, um die Sitze nach Wunsch zu verschieben. Dazu bietet der EQV wie die V-Klasse bis zu acht Sitzplätze oder auf Wunsch sechs luxuriöse und elektrisch verstellbare Einzelsitze. Der EQV ist in zwei Versionen mit 5,14 oder 5,37 Metern Länge erhältlich. Das sorgt für bis zu 4’630 oder 5’010 Liter Ladevolumen. Dazu gibt’s auch die Nutzfahrzeug-Variante eVito für Waren- oder Personentransport sowie einen Camper-Umbau für den EQV. Nur den sonst optional möglichen Allradantrieb konnte Mercedes-Benz in dem Tausendsassa nicht realisieren.

  • Enorm grosser Innenraum mit maximaler Variabilität 
  • Platz für bis zu acht Personen
  • Zwei verschiedene Längen erhältlich
  • In der Mittagspause (45 min) wieder zu 80 Prozent geladen
  • Auf Wunsch gibt’s einen Camper-Einbau für den EQV
Martin A. Bartholdi

Martin A. Bartholdi

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