Sportwagen sind die Krönung des Automobils – hier zählen nicht Platz oder Preis, sondern die Lust an der Leistung unter der Motorhaube und viel Luxus unter dem Dach. Bei diesen Modellen kommt der Fahrspass nie zu kurz.
Alpine A110

Auf Deutsch ist diese Flunder ja ein Er, aber in Frankreich sind Autos weiblich – und «der Alpine» würde seltsam tönen: Richtig, «die Alpine» muss es sein. Mit der Wiederbelebung des Rallyemeisters der 1960er-Jahre schuf Renault einen 1’102 Kilo leichten Hecktriebler und Kurvenkünstler der Extraklasse und mit kompakten Massen (4.18 Meter Länge, 1.8 Meter Breite). Genau richtig, damit die Fahrt über Passstrassen zum reinen Vergnügen wird.
Die Alpine A110 kauft, wer echtes, puristisches Racing-Feeling schätzt und – angesichts des engen Innen- und Laderaums – ein reines Spassmobil wünscht. Dafür benötigt man für stetiges Grinsen beim Einlenken in Kurven weder das Modell A110 GTS noch den A110 R 70 mit je 300 PS. Sondern man darf sich guten Gewissens mit dem Basismodell A110 mit 252 PS auf den Weg machen – und spart bei Sprit und Kaufpreis. Aber flitzt dennoch mühelos in 4.5 Sekunden auf 100 und weiter bis auf 250 km/h.
Technische Daten der Alpine A110:
- Preis ab: CHF 70’900.–
- Antrieb: Benzin, 185 kW/252 PS
- Kofferraum: 190 l
- Verbrauch: 7.0 l/100 km
- CO2-Ausstoss: 158 g/km
- Effizienzklasse: F
Aston Martin DB12

Den Autobauer kennt man besonders durch die James-Bond-Filme, in denen der Hauptdarsteller stets einen Aston Martin aus der DB-Baureihe fährt. Das neueste Modell – der DB12 – ist wahlweise als Coupé oder als Cabrio erhältlich und punktet nicht nur mit viel Eleganz, sondern auch mit einer grossen Portion britischer Coolness. Dabei lenkt sich der 1’685 Kilogramm schwere Super Tourer auf den Autobahnen entspannt, aber dennoch präzise genug, um flott um die Ecke zu zirkeln.
Die Hinterräder werden von einem 680 PS starken V8-Motor angetrieben und verleiten den Briten zu einem 0-100-Spurt innert 3.6 Sekunden. Fertig ist bei 325 km/h. Der V8-Motor mit Biturbo-Aufladung stammt übrigens aus dem Hause Mercedes-AMG und wurde von den Briten massiv überarbeitet: Grössere Turbolader samt aufwendiger Kühlung, schärfere Nockenwelle und eine veränderte Verdichtung sorgen für die entsprechende Kraft. Falls dir das nicht genug Power ist, kannst du den DB12 seit Ende 2025 auch in der «S»-Variante bestellen – unter anderem mit 20 PS zusätzlicher Power, einer noch sportlicheren Abstimmung und einer Vierrohr-Auspuffanlage, die den perfekten Sound für deine Ausfahrten liefert.
Du willst wissen, wie viel du für die Edel-Karosse auf den Tisch legen musst? Hier geizt der britische Autobauer mit Informationen. Typisch fürs Luxussegment: Wenn du fragen musst, ist das Auto zu teuer.
Technische Daten des Aston Martin DB12 Coupé:
- Preis ab: k.A.
- Antrieb: Benzin, 500 kW/680 PS
- Kofferraum: 262 l
- Verbrauch: 12.2 l/100 km
- CO2-Ausstoss: 278 g/km
- Effizienzklasse G
BMW 8er M850i xDrive Gran Coupé

Ein Achtzylinder-Benzinmotor, Allradantrieb und satte 530 PS – BMW weiss mit seinem 8er zu überzeugen.: Der Schub aus dem Drehzahlkeller ist gewaltig, dennoch ist der Sportwagen aus Bayern eher als Gleiter denn Kurvenkönig unterwegs.
Selbstredend ist beim 8er M850i Hightech inklusive: Laser-Fernlicht erhellt die Strasse nachts bis zu 600 Meter weit. Auch hinten kann man es sich problemlos länger bequem machen. Die Variante Gran Coupé überflügelt das klassische 8er-Coupé beim Platzangebot mit 4 Türen und viel Beinfreiheit im Fonds deutlich.
Egal, denn schliesslich sind Sportwagen immer ein Fall für maximal zwei, und so finden in den Sitznischen im Fond dann eben der Blazer oder eine Tasche ein sehr nobles Plätzchen. Und wer es offener liebt, bekommt den 8er gegen einen spürbaren Aufpreis auch als Cabriolet – allerdings dann nur in der kompakteren, zweitürigen Variante.
Technische Daten des BMW 8er M850i xDrive Gran Coupé:
- Preis ab CHF 169’700.–
- Antrieb: Benzin, 390 kW/530 PS
- Kofferraum: 420 l
- Verbrauch: 11.0 l/100 km
- CO2-Ausstoss: 250 g/km
- Effizienzklasse: G
Chevrolet Corvette Stingray Coupé

In der achten Generation (C8) hat die Chevrolet Corvette, seit 1953 die US-Interpretation des Themas Sportwagen, einen der heftigsten Wandel hinter sich gebracht: Der Achtzylinder-Motor bekam eine neue Position im Chassis und wanderte hinter die Passagiere. Der Performance und dem Fahrspass hat das aber nicht geschadet. Die Mittelmotor-«Vette» – die den Beinamen Stingray trägt und wahlweise als Coupé oder offen zu haben ist – saust in 3.5 Sekunden bis Tempo 100 und beschleunigt weiter bis auf 296 km/h, wenn es die Bedingungen auf der Rennstrecke zulassen. Einmal mehr verblüfft, wie konkurrenzfähig die Fahrdynamik ist und wie gut der Alltagskomfort in der Corvette sind – ganz entgegen dem alten Ruf des US-Sportcar.
Ebenfalls erstaunlich ist der tiefe Preis, gegen den Sportwagen aus dem alten Europa plötzlich überteuert wirken. Rund 120’000 Franken kostet der auf 4.63 Meter Länge gesund geschrumpfte und gut ausgestattete 482-PS-Sportwagen. Für diese Liga also durchaus ein Schnäppchen. Die Corvette ist die richtige Wahl, wenn es der Sportwagen gerne noch etwas wilder treiben darf.
Technische Daten des Chevrolet Corvette Coupé Stingray C8:
- Preis ab: k.A.
- Antrieb: Benzin, 354 kW/482 PS
- Kofferraum: 357 l
- Verbrauch: 12,1 l/100 km
- CO2-Ausstoss: 277 g/km
- Effizienzklasse: G
Ferrari 12 Cilindri

Der Name des Nachfolgers vom Ferrari 812 Superfast ist Programm: Dodici Cilindri – 12 Zylinder auf Italienisch. Der 4.73 Meter lange Zweiplätzer kommt mit insgesamt 830 PS, welcher an die hinteren beiden Rädern abgegeben werden und sprintet so innert 2.9 Sekunden auf Tempo 100 und in irrwitzigen 7.9 Sekunden auf 200 km/h. Schluss ist erst bei über 340 km/h.
Beim Antrieb setzt Ferrari auf pure Verbrenner-Power und verzichtet beim 12 Cilindri auf jegliche Elektrounterstützung. Auch Turbos wurden nicht verbaut, sodass der V12-Saugmotor auf bis zu 9500 Touren hochdreht.
Bei der Optik hingegen setzen die Italiener auf Futurismus und klare Linien statt den üppigen Wölbungen früherer Ferraris. Seitliche Flaps am Heck ersetzen einen festen Heckspoiler und ermöglichen leichteres Einladen und mehr Kofferraum. Wer auf Cabrios steht, kann auf die offene Variante des italienischen Sportlers greifen – jedoch kostet die dann auch ein paar Fränkchen mehr.
Technische Daten des Ferrari 12 Cilindri:
- Preis ab CHF 395’000.–
- Antrieb: Benzin, 611 kW/830 PS
- Kofferraum: 270 l
- Verbrauch: 15.5 l/100 km
- CO2-Ausstoss: 353
- Effizienzklasse: G
Lamborghini Revuelto

Der italienische Autobauer gehört längst zu den renommiertesten Sportautoherstellern weltweit. Doch mit dem neuen Revuelto hat Lamborghini die Szene völlig auf den Kopf gestellt: Der Supersportwagen mit der für Lamborghini typischen, aggressiven und kantigen Front wird nämlich von einem V12-Motor mit Plug-in-Hybrid angetrieben.
Der Zwölfzylinder alleine leistet 825 PS, kombiniert mit den drei Elektromotoren sind es 1’015 PS, welche an alle vier Räder geschickt werden. Zum rein elektrisch Fahren ist der Revuelto nicht unbedingt gedacht, käme er auf diese Weise doch gerade mal 13 Kilometer weit. Aber im Zusammenspiel beschleunigen der Benziner und der E-Motoren (je einer an beiden Vorderrädern sowie einer an der Hinterachse) den Revuelto aus dem Stand in 2.5 Sekunden auf Tempo 100, in 7.0 Sekunden auf 200 und weiter bis zur Spitze von über 350 km/h. Damit gehört er zu den schnellsten Lamborghinis aller Zeiten!
Die Elektrifizierung hat allerdings auch seinen Preis, denn der Lambo startet bei knapp über einer halben Million Franken.
Technische Daten des Lamborghini Revuelto:
- Preis ab: CHF 540’000.–
- Antrieb: Benzin, Plug-in-Hybrid, 747 kW/1015 PS
- Kofferraum: k.A.
- Verbrauch: 15.0 l/100 km + 4.7 kWh/100 km (Benzinäquivalent ca. 15.5 l/100 km),
- CO2-Ausstoss: 350 g/km
- Effizienzklasse: G
McLaren GTS

Längst ist die britische Sportwagen-Schmiede McLaren vom Rennstall zum Konkurrenten von Ferrari, Lamborghini, Porsche und Co. aufgestiegen. Auch, weil die Ingenieure den Spagat aus problemlosem Handling und zugleich unfassbarer Längs- und Querdynamik besonders gut hinbekommen. Und mit dem GTS zeigt McLaren erneut, dass sich kompromisslose Performance und alltagstauglicher Komfort nicht ausschliessen müssen.
Angetrieben von einem 4.0-Liter-V8-Biturbo mit 635 PS beschleunigt der Supersportler in nur 3.2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Möglich macht das die Carbon-Monocoque-Struktur des GTS, dank der das Auto mit 1.4 Tonnen Gesamtgewicht beeindruckend leicht ist.
Trotz seiner sportlichen Gene: Der GTS kann mehr als nur sportliche Spritztouren. Für einen Sportwagen seiner Klasse hat er ungewöhnlich viel Stauraum – einen 420-Liter-Kofferraum im Heck und zusätzliche 150 Liter Ladvolumen in der Front. Damit bewährt er sich auch im Alltag und für kurze Ferien als vielseitiger und spassiger Begleiter.
Technische Daten des McLaren GTS:
- Preis ab: k.A.
- Antrieb: Benzin, 467 kW/635 PS
- Kofferraum: 420 l
- Verbrauch: 11.9 l/100 km
- CO2-Ausstoss: 270 g/km
- Effizienzklasse: G
Mercedes-AMG SL

Nachdem der letzte SL weder optisch noch charakterlich seinen legendären Ruf mit Leben füllen konnte, musste bereits das Ende der Ikone befürchtet werden. Aber Mercedes ohne SL? Das ist seit dem 1954er Urahn eigentlich undenkbar. Umso wichtiger war, dass der neue Wurf gelang. Und weil der Mercedes-AMG GT gezeigt hat, dass ein fetziger Auftritt und brachiale Dynamik für Erfolg sorgen, durfte den neuen SL diesmal AMG entwickeln.
Herausgekommen ist ein echter Sportwagen mit viel Fahrkomfort, der immer ein wahrer SL bleibt. Quasi zwei Autos in einem. Oder drei: Der allradgetriebene SL hat sein klappbares Hardtop zugunsten eines soften Stoffverdecks verloren, aber bleibt ein Roadster. Bei den Varianten herrscht die Qual der Wahl: Es gibt den SL 43, SL 55, SL 63 und den SL 63 S E-Performance – wobei viele Kunden wohl kaum ein Weg am 63er vorbei führen dürfte. Die gelungene Wiederbelebung einer Legende. Aber keine günstige: Die Basisvariante des SL gibt es ab 156’800, für den 63er musst du ab 225’000 Franken hinblättern.
Technische Daten des Mercedes-AMG SL 63 4MATIC+ "Executive Edition”:
- Preis ab CHF 225’800.–
- Antrieb: Benzin, 430 kW/585 PS
- Kofferraum: 213 l
- Verbrauch: 13.1 l/100 km
- CO2-Ausstoss: 298 g/km
- Effizienzklasse G
Porsche 911 Carrera

Keine Liste mit Sportwagen wäre vollständig ohne ihn, das Mass der Dynamik-Dinge und Vorbild so vieler Konkurrenten. Der kurz «Elfer» gerufene Porsche 911 ist seit 1963 eine Fahrmaschine erster Güte. Einzigartig macht ihn der Spagat aus Sport und Alltag: Kein anderer Sportwagen ist derart problemlos zu bewegen, macht das Kurvenfahren derart leicht und kommt sogar über Temposchwellen und Trottoirs, ohne sich die Spoiler zu ruinieren.
Im Gegenzug hat der 911 freilich mit der Zeit an Gewicht und Grösse zugelegt, puristisch ist die aktuelle Baureihe nicht mehr. Dafür gibt dir Porsche die Wahl auf mehreren Varianten, damit du den «Elfer» so geniessen kannst, wie es für dich am besten passt. Von der Basisversion, dem Coupé, über den sportlicheren Targa bis hin zum Kraftbolzen GT, in dem du mit 510 PS über die Strassen donnern kannst und innert 3.4 Sekunden auf 100 km/h beschleunigst.
Technische Daten des Porsche 911 Carrera Coupé:
- Preis ab: CHF 153’300.–
- Antrieb: Benzin, 290 kW/394 PS
- Kofferraum: 135 + 373 l
- Verbrauch: 10.1 l/100 km
- CO2-Ausstoss: 230 g/km
- Effizienzklasse: G
Toyota GR Yaris Sport

Endlich traut sich Toyota, sonst viele Jahre lang Hort der reinen Vernunft, auch wieder etwas Unvernünftiges: Der GR Yaris – GR steht für die Toyota-Sportabteilung Gazoo Racing – ist eine kleine Rennsemmel erster Güte. Wer einen Cityflitzer will, der bei Bedarf mit 280 PS alles in Grund und Boden fetzt, darf sich hier wohlfühlen. Geschaltet wird der Allradler nach alter Sitte über ein manuelles Sechs-Gang-Getriebe – oder in der moderneren Variante über eine Achtgang-Automatik.
Mit dem normalen fünftürigen Yaris hat der dreitürige GR Yaris nichts zu tun, nicht optisch und schon gar nicht technisch. Nur Scheinwerfer, Rückspiegel und die Dachantenne sind identisch, sonst sind alle Bestandteile der GR-Variante komplett neu. Zudem ist der GR breiter, länger und flacher. Dank Leichtbau geht es in 5.2 Sekunden auf 100 und weiter bis auf 230 km/h, immer untermalt vom Sirren und Zwitschern des Turbos. Die wahre Attraktion ist aber nicht die Längs-, sondern die Querdynamik: Wer den Drift wagen will, dürfte hier auf seine Kosten kommen. Schön, dass es sowas noch gibt.
Technische Daten des Toyota GR Yaris Sport:
- Preis ab: CHF 49’200.–
- Antrieb: Benzin, 206 kW/280 PS
- Kofferraum: 141 l
- Verbrauch: 8.7 l/100 km
- CO2-Ausstoss: 197 g/km
- Effizienzklasse: G
Maserati GranTurismo Folgore

Was lange für viele Autofans an Blasphemie grenzte, wird immer mehr zur Normalität. Sportwagen gehen auch ganz ohne Verbrennungsmotor. Ein Paradebeispiel ist der Gran Turismo Folgore von Maserati. Denn der Folgore wird ausschliesslich von drei E-Motoren angetrieben, die zusammen 761 PS auf alle vier Räder liefern. Das hohe Drehmoment sorgt dabei dafür, dass der Wagen selbst bei höheren Geschwindigkeiten mühelos beschleunigt.
Das grosse Fragezeichen bei E-Sportlern ist natürlich die Reichweite. Hier muss sich Maserati nicht verstecken. Klar zu den Rekordhaltern, die teilweise deutlich mehr als 700 Kilometer pro Akkuladung schaffen, gehört der Folgore nicht. Aber 450 Kilometer schaffst du mit dem Maserati zwischen zwei Ladestopps ohne Probleme. Das reicht auch für ausgedehnte Spritztouren und Ausflüge.
Technische Daten des Maserati GranTurismo Folgore:
- Preis ab CHF 49’200.–
- Antrieb: Benzin, 560 kW/761 PS
- Kofferraum: 270 l
- Verbrauch: 22.1 kWh//100 km (Benzinäquivalent ca. 2.4 l/100 km),
- CO2-Ausstoss: 0 g/km
- Effizienzklasse: D




