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Das sind die Elektroautos von VW für 2023

30. März 2023

Lesedauer: Minuten

Das sind die Elektroautos von VW für 2023

Martin A. Bartholdi

Martin A. Bartholdi

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Die rein elektrischen Modelle von VW bilden die sogenannte ID-Familie. In den letzten anderthalb Jahren lancierte VW drei IDs mit neuer Elektrotechnik und die Familie wächst: Ende 2022 folgte der E-Bulli.

VW e-Up

Noch ist VWs ID- eine Patchwork-Familie. Mit dem e-Up findet sich darin sozusagen noch ein Adoptivkind im aktuellen Elektroangebot des grössten Autobauers von Europa. Im Gegensatz zu den ID-Modellen wurde der Up nicht als reiner Stromer entwickelt, sondern basiert noch auf einem Modell mit Verbrennungsmotor. Aber das tut dem e-Up keinen Abbruch. Im Gegenteil! Preiswerter lässt sich fast nicht mehr elektrisch Auto fahren. Ab 28’400 Franken ist der e-Up eines der günstigsten E-Autos der Schweiz und markiert den Einstieg in VWs Stromer-Welt. Mit 3,60 Meter Länge ist er klein und handlich. Ein typischer Stadtflitzer. Hier bietet er im Gegensatz zum normalen Up den Vorteil, dass er nicht durch Schaltvorgänge eingebremst wird. Entsprechend komfortabel gleitet der 83 PS (61 kW) starke e-Up durch jeden noch so stockenden Stadtverkehr. Auf den ersten Blick wirkt die Reichweite von 225 Kilometer bescheiden, doch für den Einsatz in der City und als Zweitauto ist das mehr als genug. Abgesehen davon gibt es den Einstiegsstromer auch schon seit 2013, und erst 2020 hat VW den Akku von 18,7 auf 32,2 kWh aufgestockt. Damit ist der e-Up jetzt nicht nur preiswert und abgasfrei, sondern als E-Auto auch wieder zeitgemäss.

  • Ideale Grösse für die Stadt
  • Praktisches Zweitauto
  • Weit öffnende Hintertüren
  • Einfache, intuitive Bedienung
  • Für E-Auto sehr preiswert

VW ID.3

Nicht weniger als der nächste Golf oder Käfer soll der ID.3 werden. Der kompakte Stromer machte den Auftakt und begründete im Herbst 2020 die ID-Familie. Er soll nicht nur an die Verkaufserfolge seiner Vorgänger anknüpfen, sondern auch die Schwellenangst vor der Elektromobilität nehmen. Und das macht der 4,36 Meter lange ID.3 souverän. Er zeigt seine Elektro-Gene mit einem für VW-Verhältnisse fast schon gewagten Design, ohne es aber zu übertreiben wie frühe E-Autos. Ansonsten bietet er die Schlichtheit, die schon Käfer und Golf zum Erfolg führten. Jede und jeder kann einsteigen und losfahren, ohne sich zu viele Gedanken zu machen, weder um technische Spielereien noch um die Reichweite. Mit 417 Kilometer taugt er auch als Erstwagen. Die Stärke der Energierückgewinnung beim Bremsen steuert der VW ID.3 selbst. Sensoren und GPS-Daten «wissen», ob ein Auto vorausfährt und wo ein Ort beginnt. So bremst er selber, wir müssen nur noch lenken. Der 204 PS (150 kW) starke Elektromotor treibt übrigens die Hinterachse an wie einst beim Käfer. Um in dessen Fussstapfen oder jene des Golfs zu treten, fehlt noch eine preiswerte Einstiegsversion. Die folgt noch, und auch 42’800 Franken sind für das Gebotene ein fairer Preis.

  • Passt Rekuperation selbst an
  • Klassischer Kompaktwagen
  • Genug Reichweite für Erstauto
  • Praktisches Head-up-Display
  • Heckantrieb sorgt für Dynamik

VW ID.4

Was wäre heutzutage eine Elektro-Familie ohne SUV? Unvollständig! Ein SUV gehört heute einfach in jedes Portfolio. Und so ist das wichtigste Familienmitglied, der ID.4, ein Crossover. Wenn der ID.3 der elektrische Golf ist, macht dies den ID.4 zum Elektro-Tiguan. Entsprechend punktet der 4,58 Meter lange SUV mit viel Platz und ist damit VWs erster echter Familien-Stromer. Im Fond sitzen selbst Erwachsene bequem und der Kofferraum eignet sich mit einem Ladevolumen von 543 bis 1’575 Liter auch für den Familienurlaub. Für diesen liegt dank 476 bis 513 Kilometer Reichweite sowie flinker Ladeleistung von 135 kW ganz Europa offen. Denn so lässt sich der 82-kWh-Akku am Schnelllader innert 38 Minuten zu 80 Prozent vollladen. Den ID.4 gibt es wie den ID.3 mit Heckantrieb oder auf Wunsch mit Allrad. Dann wird er als 299 PS (220 kW) starker GTX zum ersten elektrischen GTI. Dieser flitzt in 6,2 Sekunden auf Tempo 100 und zaubert Fahrerin oder Fahrer ein Lächeln ins Gesicht – bleibt jedoch dabei, typisch Familien-Stromer, stets auf der komfortablen Seite, auch dank Verstellfahrwerk. Zudem bietet der ID.4 in beiden schwächeren Heckantriebs-Version ebenfalls den flotten Antritt und linearen Durchzug, den nur E-Autos haben.

  • Der wahre Familien-Stromer von VW
  • Sehr geräumig für Passagiere und Ladung
  • Geschmeidiger und ruhiger Fahrkomfort
  • Sportliche GTX-Version verfügbar
  • Wahl zwischen Heck- und Allradantrieb

VW ID.5

Auf den ersten Blick scheint der ID.5 nur die Coupé-Version des ID.4 zu sein. Doch im schnittigen Crossover mit abfallender Dachlinie steckt mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Der ID.5 ist 4,60 Meter lang und damit zwei Zentimeter länger als sein Bruder ID.4. So ist das Basis-Ladevolumen im Coupé mit 549 Liter sogar leicht grösser als beim klassischen Bruder. Bei umgeklappten Rücksitzen lädt der ID.5 dann mit 1’561 Litern aber etwas weniger. Das schnittige Design macht das jüngste Mitglied der ID-Familie aber auch windschlüpfiger und das wirkt sich positiv auf die Reichweite aus. So kommt der ID.5 trotz gleicher Antriebe und gleicher Batterie leicht weiter. Zwischen 472 und 527 Kilometer schafft er mit einer Akkuladung. Danach muss er für 36 Minuten an den Schnelllader, um den 82-kWh-Akku auf 80 Prozent zu laden. Im Cockpit unterhält uns das aktuelle VW-Multimediasystem mit Zwölf-Zoll-Touchscreen. Die digitalen Instrumente sind etwas klein ausgefallen. Hier lohnt sich das Head-up-Display, das via Augmented Reality bei aktivierter Navigation auch Richtungspfeile quasi auf die Strasse projiziert. So wird der schnittige ID.5 zum Individualisten der ID-Familie, ohne Alltagstauglichkeit zu verlieren.

  • Keine Kompromisse bei Ladevolumen
  • Mehr Reichweite dank schnittiger Form
  • Sehr eigenständiges Design 
  • Head-up-Display mit holografischem Navi
  • Heck- und Allradantrieb stehen zur Wahl

VW ID.Buzz

Volkswagens Elektroplattform kanns kompakt und Grossfamilien-tauglich: Mit dem ID.Buzz kommt endlich die lang erwartete Reinkarnation des winzigen Ur-Bullis mit moderner Technik. Über zehn Jahre hat VW den Bulli-Fans die Nase lang gemacht und seit der Präsentation desConcept Cars Microbus im Jahr 2011die Erwartungen geschürt. Jetzt rollt Ende Jahr der elektrische ID.Buzz mit dem Jöh-Faktor seines Urahns an. Technisch baut er auf ID.3 und Co. auf, aber bei Platz und Variabilität im Innenraum trumpft er natürlich gross auf. Allerdings nimmt er mit einem Basispreis von ab 69’910 Franken auch preislich die Position des Topmodells in VWs Elektrosparte ein. Aber das ist noch lange nicht das Ende: Weitere Versionen mit unterschiedlichen Batteriekapazitäten und auch eine mit längerem Radstand sind geplant. Und in einigen Jahren soll auch eine Camperversion als ID.Buzz California folgen.

  • Kompaktere Abmessungen als der normale VW-Bus
  • Über zwei Kubikmeter Ladevolumen
  • Retro wie der Ur-Bulli, modern wie alle ID-Modelle
  • Pralles Assistenzpaket
  • Variabler Innenraum mit Bett
Martin A. Bartholdi

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