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Wie funktioniert eigentlich ein Tempomat?

10. Oktober 2022

Lesedauer: Minuten

Wie funktioniert eigentlich ein Tempomat?

Patrick Züst

Patrick Züst

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Eine Geschwindigkeitsregelanlage kann lange Autofahrten angenehmer machen. Und dazu noch umweltfreundlicher. Wir erklären dir in diesem Artikel, was du über Tempomaten wissen musst.

Eigentlich existieren Tempomaten schon seit über 50 Jahren. Aber erst in jüngster Zeit hat man damit begonnen, dieses Fahrerassistenzsystem in viele Neuwagen standardmässig einzubauen. Für Autobesitzer ist das toll: Gerade auf langen Autofahrten macht eine Geschwindigkeitsregelung das Leben einfacher. Wenn du zum Beispiel auf der Autobahn mit 120 km/h unterwegs bist, kannst du den Tempomat mit einem einfachen Knopfdruck aktivieren. Das Auto hält dann automatisch die aktuelle Geschwindigkeit und du kannst den Fuss vom Gaspedal nehmen. Auf diese Weise kannst du dich besser auf den Verkehr konzentrieren und musst nicht mehr ständig auf den Tacho schauen. Ausserdem wird deine Fahrt so auch gleichmässiger und dein Wagen verbraucht dadurch weniger Treibstoff. Sobald du jedoch die Bremse oder die Kupplung berührst, wird der Tempomat wieder deaktiviert.

Verwechslungsgefahr: Tempomat, Geschwindigkeitsbegrenzer und Distanzregler

Möglich wird die Tempomat-Funktion durch einen Sensor, welcher die aktuelle Motordrehzahl misst. Der Bordcomputer hält diese dann konstant. Aber aufgepasst: Verwechsle den Tempomat nicht mit dem sogenannten Geschwindigkeitsbegrenzer. Dabei handelt es sich um ein anderes Fahrerassistenzsystem. Dieses verhindert, dass eine eingestellte Maximalgeschwindigkeit überschritten wird. Dabei werden manchmal sogar automatisch Verkehrsschilder erkannt. Der Tempomat macht das nicht, sondern hält nur die aktuelle Geschwindigkeit.
Häufig gibt es auch Verwirrung zwischen dem Tempomat und dem Distanzregler. Letzterer misst den Abstand zum vorderen Auto und passt dann die Geschwindigkeit automatisch an. Wenn dein Wagen lediglich einen Tempomat hat, kann er die aktuelle Geschwindigkeit nicht selber verändern.

Ist es möglich einen Tempomat nachzurüsten?

Inzwischen ist die Geschwindigkeitsregelanlage bei vielen Autos serienmässig dabei. Und wenn nicht, bieten Hersteller für einen Aufpreis häufig ein Extra-Paket mit dieser Funktion an. Bei einigen Marken wird der Tempomat auch „Tempostat“ oder „Cruise Control“ genannt. Lass dich von diesen Begriffen nicht verwirren – sie stehen alle für dasselbe Assistenzsystem.

Falls du ein Auto ohne Tempomat hast, kannst du dieses unter Umständen sogar nachrüsten. Wie kompliziert und wie teuer das ist, hängt vom Fahrzeugmodell ab. Wenn du ein Auto mit elektronischem Gaspedal fährst, ist die Nachrüstung meist keine grosse Sache und kostet wenige hundert Franken. Andernfalls ist häufig eine Neuverkabelung notwendig. Das Nachrüsten wird dadurch aufwändiger und auch teurer – manchmal zahlt man dann mehr als 1 000 Franken.

Billiger ist es, wenn man den Tempomat selber nachrüstet. Wer im Internet recherchiert, findet dort detaillierte Anleitungen dazu.

Aber aufgepasst: Wenn du dich nicht sehr gut mit Autos auskennst, solltest du die Finger von solchen Eingriffen lassen. Vor allem dann, wenn etwas neu verkabelt oder ein Lenkrad ausgetauscht werden muss, ist der Gang in die Garage unabdingbar. Ein schlecht funktionierender Tempomat kann schnell zum Sicherheitsrisiko werden.

Damit hast du einen guten Überblick dazu, was es mit dem Tempomat auf sich hat.

Zum Schluss noch ein Tipp: Wenn du ein neues Auto mit eingebautem Tempomat suchst, dann tu das am besten auf AutoScout24. In der erweiterten Suche kannst du  nämlich nach Modellen filtern, welche diese Funktion standardmässig haben.

Patrick Züst

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