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Verbrauch eines Elektroautos: Berechnung und Kosten

25. Juli 2025

Lesedauer: Minuten

Verbrauch eines Elektroautos: Berechnung und Kosten

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Jan Krumnacker

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Fahrzeuge mit Elektroantrieb funktionieren ganz anders als jene mit Verbrennungsmotor. Wie wirkt sich das auf den Energieverbrauch und die Kosten aus? Hier findest du Antworten zu deinen Fragen rund um den Verbrauch bei Elektroautos.

E-Autos benötigen zwar kein Benzin, dafür verbrauchen sie Strom. Bei steigenden Strompreisen kann das Laden eines E-Autos ein ziemlich grosses Loch im Portemonnaie hinterlassen. Ausserdem heisst ein hoher Stromverbrauch auch eine geringere Reichweite.

Doch wovon hängt der Verbrauch bei Elektroautos ab und wie viel Geld kannst du wirklich sparen, wenn du ein Auto hast, das mit Strom statt mit Benzin oder Diesel angetrieben wird?

Wie hoch ist der tatsächliche Verbrauch eines Elektroautos?

Bei Elektroautos wird der Verbrauch in Kilowattstunden pro 100 Kilometern (kWh/100 km) gemessen. Der Verbrauch variiert dabei je nach Fahrzeugmodell und hängt unter anderem von der Effizienz des Motors und dem Fahrzeuggewicht ab.

Bei vielen modernen E-Autos liegt der Verbrauch zwischen 15 und 30 kWh/100 km. Die Hersteller geben in der Regel eine genaue Zahl an, aber sei vorsichtig: Der offizielle Verbrauchswert stimmt nur unter Laborbedingungen. In der Praxis musst du mit einem höheren Wert rechnen.

Bei vielen modernen E-Autos liegt der Verbrauch zwischen 15 und 30 kWh/100 km. Die Hersteller geben in der Regel eine genaue Zahl an, aber sei vorsichtig: Der offizielle Verbrauchswert stimmt nur unter Laborbedingungen. In der Praxis musst du mit einem höheren Wert rechnen.

Tipp: Mache in jedem Fall eine Probefahrt, bevor du ein E-Auto kaufst. Nach der Fahrt kannst du die Anzeige im Auto überprüfen und siehst, wie viel Strom das Auto bei einer alltäglichen Fahrt wirklich verbraucht.

Die Energieetikette wiederum gibt Auskunft über die Energieeffizienz, indem sie den CO₂-Ausstoss in Gramm pro Kilometer (g/km) anzeigt. Energieeffizienzklasse A (grün) ist dabei die umweltschonende Variante, Energieeffizienzklasse G (rot) hingegen hat den höchsten CO₂-Ausstoss.

Wie kannst du den Stromverbrauch eines Elektroautos senken?

Der Stromverbrauch eines Elektroautos hängt in erster Linie von der Aerodynamik und dem Gewicht des Autos, deiner Fahrweise sowie der Aussentemperatur ab.

Aerodynamik und Gewicht: Fährst du ein schweres Auto, zum Beispiel einen E-SUV, hast viel Gepäck im Kofferraum verstaut und allenfalls eine Dachbox auf dem Auto angebracht, welche die Aerodynamik des Autos verschlechtert? Dann musst du mit einem sehr hohen Energieverbrauch rechnen. Umgekehrt gilt: je leichter und stromlinienförmiger das E-Auto, desto tiefer der Verbrauch.

Fahrweise: Je sportlicher und schneller du fährst, desto mehr Energie verbraucht dein E-Auto. Auch ruckartige Beschleunigungsmanöver lassen den Verbrauch des E-Autos in die Höhe schnellen. Deshalb: Auch wenn der Elektromotor das Auto verführerisch schnell auf Touren bringt, solltest du möglichst gleichmässig und vorausschauend fahren. So bleiben der Stromverbrauch und deine Kosten tiefer.

Aussentemperatur: Im Winter sinkt die Reichweite von Elektroautos oft empfindlich – unter anderem wegen der Heizung für die Batterie und den Innenraum, die viel Strom frisst. Aber auch im Sommer sorgen die Klimaanlage und die Lüftung für einen höheren Verbrauch. Je dosierter du sie einsetzt, desto weiter kommst du, bis du den Akku wieder aufladen musst.

Du kannst natürlich nicht alle Faktoren beeinflussen, aber mit diesen Tipps senkst du den Verbrauch E-Autos deutlich:

  • Fahre vorausschauend und ruckartige Beschleunigungs- und Bremsmanöver
  • Lade keinen unnötigen Ballast ins Auto ein
  • Setze die Klimaanlage dosiert ein
  • Achte auf den richtigen Reifendruck

Gut zu wissen: Mit unserem Reichweitenrechner erfährst du mit wenigen Klicks, wie weit dein E-Auto kommt – ja nach Fahrweise, Strecke und der Aussentemperatur. Entdecke auch unsere anderen hilfreichen Tools für E-Auto-Besitzer:innen, den Ladezeitenrechner und die Ladekarte.

Der Wirkungsgrad: ein wichtiger Unterschied zum Benziner und Diesel

Eine grosse Auswirkung auf den Verbrauch hat auch der Wirkungsgrad. Er bezeichnet die eingesetzte Energie im Verhältnis zur Energie, die daraus weiterverwendet werden kann. Beim Elektroantrieb ist diese Energie bereits in der richtigen Form vorhanden und der Motor wird direkt mit Strom betrieben. Beim Benziner hingegen braucht es diverse Schritte, bis das Benzin die Räder zum Drehen bringt. Dabei geht viel Energie verloren.

Fürs Portemonnaie: Was kostet der Stromverbrauch eines Elektroautos auf 100 km?

Wer einen Benziner oder ein Dieselfahrzeug fährt, kennt den ungefähren Verbrauch seines Autos und weiss, wie viel eine Tankfüllung in etwa kostet. Welche Stromkosten fallen jedoch an, um ein Elektroauto zu laden?

In der Schweiz kostet ein Kilowatt Strom im Jahr 2025 für einen durchschnittlichen Haushalt 29 Rappen, wie aus einer Berechnung der Eidgenössischen Elektrizitätskomission (ELCom) hervorgeht. Der Strompreis wird dabei von diversen Faktoren beeinflusst. Unter anderem spielen Ort der Ladung, Stromquelle und Tageszeit eine entscheidende Rolle. Bei Tankstellen in der Schweiz kommt es zudem vor, dass nach Ladedauer und nicht nach kWh abgerechnet wird.
Energieheld Schweiz hat zu den unterschiedlichen Ladezeiten und -orten einen Vergleich aufgestellt:

Aufladung Ladeleistung Dauer bis volle Ladung Kosten pro Ladung
Haushaltssteckdose3.7 kW13.5 hCHF 14.50
Wallbox11 kW4.5 hCHF 14.50
Ladestationen50 kW1 hCHF 41.10

Für den Vergleich wurde ein Elektroauto mit einer Kapazität von 50 kWh ausgewählt. Der Strompreis beläuft sich auf ca. 29 Rappen/kWh für das Laden über die Haushaltssteckdose oder Wallbox und rund 75 Rappen/kWh + 6 Rappen/min für eine Schnellladestation.

Vergiss nicht, beim Verbrauch den Ladeverlust einzuberechnen. Beim Laden von Elektroautos geht nämlich auch Energie verloren und es wird mehr Energie benötigt, als letztlich in der Batterie ankommt.

Jetzt wird abgerechnet: Wie viel kann man mit einem E-Auto sparen?

Schauen wir uns die Kosten für den Verbrauch eines E-Autos auf 100 Kilometer in einem Rechenbeispiel an:

Gehen wir von einem durchschnittlichen Verbrauch von 20 kWh pro 100 Kilometer aus. Für den Strom zahlt man zu Hause rund 29 Rappen pro kWh. Die Kosten für 100 Kilometer berechnen sich also über folgende Gleichung:

Kosten für 100 Kilometer = Verbrauch (kWh) × Stromkosten (Franken/kWh)

Für unser Beispiel würde das bedeuten:

20 kWh × 29 Rappen = 5.80 Franken

Vergleichen wir diese Kosten mit einem Benziner: Dieser verbraucht beispielsweise 7 Liter auf 100 Kilometer. Der Benzinpreis liegt momentan bei ca. 1.75 Franken (Stand: Juni 2025).

Kosten für 100 Kilometer = Verbrauch (Liter) × Benzinkosten (Franken/Liter)

7 Liter × 1.75 Franken = 12.25 Franken

Stellen wir die beiden Werte einander gegenüber, fällt schnell der Vorteil des Elektroautos auf: Die Kosten für 100 Kilometer sind bei Benzinern mehr als doppelt so hoch wie bei Elektroautos.

Noch markanter ist der Unterschied, den das Bundesamt für Energie (BfE) bei einem Vergleich der Total Cost of Ownership, also der Kosten während der gesamten Lebensdauer, von Elektroautos und Verbrennern berechnete.

Ein Beispiel: Mit einem Mittelklasse-Elektroauto kostet der Strom rund 4’670 Franken, die Spritkosten bei einem vergleichbaren Verbrenner belaufen sich hingegen auf über 15’700 Franken – mehr als das Dreifache.

Nebst den Kosten für den Verbrauch gilt es zudem, andere relevante Punkte zu berücksichtigen, wenn es um den Vergleich von Elektroauto und Benziner geht:

Fazit zum Energieverbrauch eines Elektroautos: Lohnt es sich wirklich?

Unser Beispiel oben zeigt klar: Wenn man nur den Verbrauch eines Elektroautos betrachtet, lohnt sich dieses finanziell im Verhältnis zu einem Benziner. Wird das Elektroauto zu Hause geladen, kann man rund zwei Drittel der Kosten fürs Tanken einsparen. Für die Entscheidung, ob sich ein Elektroauto lohnt, sind noch weitere Faktoren wie Unterhalt, Förderungen und Versicherungskosten relevant.

Egal, ob Elektroauto oder Benziner: Der Kauf eines Autos sollte gut überlegt sein. Vergleiche unterschiedliche Modelle, zum Beispiel mit dem Vergleichstool von AutoScout24, um die richtige Wahl zu treffen.

Hast du eines oder sogar ein paar passende Modelle gefunden? Am besten vereinbarst du direkt eine Probefahrt. So kannst du den «echten» Verbrauch des Elektroautos überprüfen und bekommst gleichzeitig ein Gefühl dafür, ob das Auto zu dir passt.

Alle Infos zu unseren Produkten und Services sowie Tipps rund ums Auto.

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