Willst du mit deinem Elektroauto in den Sommerferien ans Meer fahren? Im Winter in den warmen Süden oder in ein Skigebiet im europäischen Ausland? Mit diesen Tipps musst du bei Reisen im E-Auto keine Schlaglöcher fürchten.
Die Reichweite deines E-Autos bestimmt in erster Linie, wie gut es für lange Reisen geeignet ist. Insbesondere ältere und kleine E-Autos haben keine leistungsstarken Batterien und kommen nur wenige hundert Kilometer weit. Und gefühlt alle 2 Stunden eine 30-minütige Pause ansteht, liegen bei der Ankunft im Ferienort die Nerven im schlimmsten Fall schon blank.
Suchst du noch ein E-Auto, das dich möglichst wenigen Ladestopps ans Ziel bringt? Stöbere durch unsere Liste der Elektroautos mit der grössten Reichweite.
Genügt die Reichweite für die lange Fahrt? Dann solltest du diese 6 Tipps beachten, damit der Start in die Ferien nach Plan verläuft.
1. Plane deine Route im Vorfeld
Plane die Route, die du fahren und die Ladestationen, an denen du einen Halt machen willst schon im Voraus. Dazu gehört auch, dass du dir ein Bild über die Lademöglichkeiten in jedem Land machst, durch das du fährst. So bist du sicher, dass du mit genug Reserve in der Batterie zur nächsten Ladestation kommst.
Wichtig ist auch, dass du genügend Zeit für die Ladestopps einplanst, damit du zum Beispiel nicht unverhofft erst mitten in der Nacht statt am frühen Abend ankommst. Mit der richtigen Planung haben die Zwangspausen mit dem E-Auto allerdings deutlich mehr Vorteile als Nachteile. Als Fahrer:in kommst du zum einen einiges erfrischter in den Ferien an, als wenn du durchgefahren wärst. Zum anderen sinkt das Risiko für Fahrfehler oder verzögerte Reaktionen, wenn du dir die Beine regelmässig vertreten kannst.
Tipp: Wie Tesla mit seinen Superchargern haben auch andere Anbieter wie etwa BMW ihre Ladestationen-Netzwerke in den letzten Jahren immer weiter ausgebaut. Prüfe also am besten vor der Fahrt, ob dein Hersteller ein eigenes Netzwerk hat und du an diesen Stationen allenfalls von besseren Tarifen profitieren kannst.
2. Besorge dir eine internationale Ladekarte (oder mehrere)
Mit internationalen Ladekarten wie mobility+ oder den Apps von grossen Netzwerken kannst du dein E-Auto an mehreren 100’000 Ladestationen in ganz Europa aufladen. Das macht die Routenplanung nochmals einfacher und gibt dir mehr Ausweichmöglichkeiten, falls an deinem geplanten Ladestopp keine Station frei ist.
3. Vergiss das Ladekabel nicht
An Schnellladestationen brauchst du zwar kein eigenes Kabel. Aber am Zielort oder wenn du eine längere Pause einlegst, kannst du im besten Fall das günstigere AC-Laden nutzen. Lege also unbedingt das Ladekabel in den Kofferraum oder den Frunk – und zwar am besten am Schluss. So hast du es immer gleich griffbereit und musst es nicht unter dem restlichen Gepäck suchen.
4. Prüfe die verfügbaren Ladestationen am Zielort
Checke dein Hotel, deine Ferienwohnung oder den Campingplatz und die Umgebung nach möglichen Ladestationen, bevor du abfährst. So kannst du deinen Aufenthalt und die letzten Stunden vor der Rückfahrt in aller Ruhe planen. Und falls die geplante Ladevariante nicht funktioniert, hast du auch schon einige Alternativen zur Hand.
5. Schliesse ein mobiles Datenpaket für jedes Durchfahrtsland ab
Falls du nicht sowieso in ganz Europa mobile Daten hast, solltest du für jedes Land, das du durchfährst, ein Datenpaket abschliessen. Denn: Je nach Ladestation brauchst du eine bestimmte App, damit du dein Auto aufladen kannst. Und nicht überall kannst du einfach per Kreditkarte bezahlen. So verhinderst du, dass du unverhofft doch eine andere Ladestation suchen musst und im schlimmsten Fall sogar stehen bleibst.
6. Achte auf «Reichweitenfresser»
Lange Autobahnfahrten, Heizung und Klimaanlage oder das Entertainment auf Multimediascreens für die Kinder auf den Rücksitzen – auf langen Fahrten können diese Stromfresser deine Reichweite empfindlich beeinflussen. Auch tiefe Temperaturen im Winter wirken sich negativ auf die Reichweite aus.
Behalte die Anzeige mit der verbleibenden Reichweite deshalb, speziell auf der Autobahn, gut im Auge. So kannst du rechtzeitig reagieren und allenfalls einen vorzeitigen Ladestopp einlegen.
Häufige Fragen zu Ferienreisen mit dem Elektroauto
Wie kann ich mit einem Elektroauto eine lange Strecke zurücklegen?
So kommst du stressfrei ans Ziel:
Plane deine Route – inklusive Ladepausen.
Überprüfe den Reifendruck.
Kläre, wie du unterwegs an den Autobahn-Ladestationen bezahlen kannst: Falls nötig, besorge dir die passenden Ladekarten oder stelle sicher, dass du mobile Daten zur Verfügung hast (prüfe, was in deinem Natel-Abo enthalten ist).
Achte auf den Energieverbrauch durch Klimaanlage (oder Heizung), laute Musik und andere stromintensive Geräte – sie können deine Reichweite verkleinern.
Nimm dein Ladekabel mit, für den Fall, dass eine Ladestation verfügbar ist.
Prüfe die Verfügbarkeit von Ladepunkten oder Stationen in der Nähe deines Reiseziels: So kannst du während des Aufenthalts laden und mit voller Batterie für die Rückreise starten.
Wie fährt man am effizientesten mit einem Elektroauto?
Fahre vorausschauend und gleichmässig – vermeide abruptes Beschleunigen. Wenn dein Auto über einen Eco-Fahrmodus verfügt, aktiviere ihn, um den Akku optimal zu nutzen.
Weitere Tipps zur Reichweite: Wie weit kommt ein Elektroauto?
Wie weit kann man mit einem Elektroauto fahren?
Heute schaffen immer mehr Elektroautos 500 Kilometer mit einer Batterieladung. Plane einfach deine Route und integriere Ladepausen – etwa bei einem Essen oder einem Kaffeestopp. Es gibt keine Begrenzung der Kilometeranzahl, die du mit deinem Elektroauto zurücklegen kannst.
Sieh dir unsere Liste mit den Elektroautos mit der grössten Reichweite an.
Was ist die beste Geschwindigkeit für Elektroautos auf der Autobahn?
Halte dich an die geltenden Tempolimiten und fahre vorausschauend und gleichmässig – vermeide abruptes Beschleunigen. Reduziere den Einsatz von stromintensiven Geräten wie Klimaanlage und Heizung.




